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Kurs-Philosophie
           

Wir wollen Euch lehren, in der Wildnis zu überleben mit einem Minimum an Ausrüstung. Unser Ziel ist, anderen Menschen beizubringen, dass man auch ohne einen 30-Kilo-Rucksack in der Wildnis reisen kann, entsprechend dem Sprichwort: "Je mehr Wissen man im Kopf mitträgt, desto weniger trägt man auf dem Rücken". Wir sind heute alle mehr oder weniger abhängig geworden von den Produkten der modernen Technologie, seien dies Computer, Handys, Zentralheizung, Autos etc. Aber wir können auch (Über-)Leben ohne all diese Produkte. Dazu braucht es Wissen, dass im Zuge des Industriezeitalters verloren ging. Dieses Wissen versuchen wir in unseren Survivalkursen zu vermitteln.

In der modernen Gesellschaft, in welcher stark spezialisierte Arbeitsteilung herrscht, haben wir uns entfernt von der Natur. Wir leben geschützt in unseren Häusern und beziehen unsere Nahrung im Supermarkt. In unserer Freizeit zieht es uns jedoch nach draussen, um diversen Outdoor-Sportarten zu frönen. Zudem wird das Interesse an Extremsportarten und Reisen in die entlegensten Regionen auf unserem Globus immer grösser. Die Industrie versorgt uns mit der passenden High-Tech-Ausrüstung, die uns das Leben in der Natur ermöglicht. Dies führt zu einer starken Abhängigkeit von der modernen Industrie. Es ist angenehm, mit modernen Schlafsäcken, Zelten, Isomatten, Gaskochern, Taschenlampen etc. zu campieren, aber es ist nicht wirklich notwendig. Unser Ziel ist, unabhängiger zu werden, möglichst leicht zu reisen und der Natur so nah wie möglich zu sein.

Reisen in die Wildnisgebiete dieser Welt werden immer beliebter. Sei dies nun die Besteigung eines Berges, Trekking im Urwald oder Wandern in der Wüste: Wir sind meist weit entfernt von Spitälern oder jeglicher medizinischer Versorgung und daher auf das Wissen jedes einzelnen Expeditionsteilnehmers angewiesen. Bei der Planung einer Expedition müssen wir uns zu unserem Vorteil die notwendigen medizinischen Kenntnisse im Voraus erwerben. Wir sollten den Umgang mit den wichtigsten medizinischen Notfällen geübt haben, damit wir die Techniken auch unter Stress richtig durchführen können. Ebenfalls wichtig sind Kenntnisse über Gesundheitsprobleme, die nur in gewissen Umweltextremen auftreten, wie z.B. Höhenkrankheit, Erfrierungen, Ertrinkungsunfälle, Hitzeschlag und andere. Je besser wir mit etwaigen während der Abenteuerreise oder Expedition auftretenden Krankheiten oder Unfällen umzugehen wissen, desto grösser ist die Chance auf einen Erfolg unseres Unternehmens. Die Wildnis-/Expeditionsmedizin-Kurse und der Expeditionskurs liefern das notwendige Wissen im Umgang mit solchen Gesundheitsproblemen.

 
 
Was sagen Philosophen über die Wildnis?
Einige Zitate bekannter Philosophen zur Wildnis und dem Überleben in der Natur
 
Martin Heidegger: Der Feldweg, 1949
 
"Aber der Zuspruch des Feldweges spricht nur so lange, als Menschen sind, die, in seiner Luft
geboren, ihn hören können. Sie sind Hörige ihrer Herkunft, aber nicht Knechte von Machenschaften.
Der Mensch versucht vergeblich, durch sein Planen den Erdball in eine Ordnung zu bringen, wenn er
nicht dem Zuspruch des Feldweges eingeordnet ist. Die Gefahr droht, dass die Heutigen schwerhörig
für seine Sprache bleiben. Ihnen fällt nur noch der Lärm der Apparate, die sie fast für die Stimme
Gottes halten, ins Ohr. So wird der Mensch zerstreut und weglos. Den Zerstreuten erscheint das
Einfache einförmig. Das Einförmige macht überdrüssig. Die Verdriesslichen finden nur noch das
Einerlei. Das Einfache ist entflohen. Seine stille Kraft ist versiegt.

Wohl verringert sich rasch die Zahl derer, die noch das Einfache als ihr erworbenes Eigentum kennen.
Aber die Wenigen werden überall die Bleibenden sein. Sie vermögen einst aus der sanften Gewalt
des Feldweges die Riesenkräfte der Atomenergie zu überdauern, die sich das menschliche Rechnen
erkünstelt und zur Fessel des eigenen Tuns gemacht hat.

Der Zuspruch des Feldweges erweckt einen Sinn, der das Freie liebt und auch die Trübsal noch an
der günstigen Stelle überspringt in eine letzte Heiterkeit. Sie wehrt dem Unfug des nur Arbeitens, der,
für sich betrieben, allein das Nichtige fördert."
 

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