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Wildnis- und Expeditionsmedizinkurse

SES-Kurse: Survival Basis | Survival Skills | Wildnismedizin| Expedition | Ultralight Survival | Spezial-Kurse

 

Thematische Schwerpunkte  
 

Reise- und Tropenmedizin

 
  Reisemedizin: Impfungen, Reisedurchfall, Tropenkrankheiten
Gifttierunfälle: Schlangen, Spinnen, Bienen,
   Wespen, Skorpione, Meerestiere, Säugetiere
Reiseapotheke
(Zusammenstellen eines Wilderness Medical Kit)
  Erste Hilfe und Traumatologie
  Erste Hilfe: Luftwege freimachen, Grundlagen der Reanimation,
    Schockbehandlung, Schmerztherapie
Traumatologie im Gelände:
ABC, Luxationen erkennen und
   reponieren, Frakturen erkennen und schienen, Wunden
   versorgen und nähen, Infektionsprophylaxe, Druckstellen und
   Blasen, Verletzungen von Kopf und Brustkorb, Schmerzlinderung
Improvisierte Rettung, Transport von Verletzten
  Medizinische Probleme in Höhe und Kälte
  Gebirgsmedizin: Höhenkrankheit (akute Bergkrankheit,
   Höhenhirn- und Höhenlungenödem), Lawinenkunde und -rettung,
   Hypothermie (Unterkühlung), Erfrierungen
   
 
Dauer: 1 Tag
Preis: 250 CHF
Ort: Luzern
Zielgruppen: Jedermann/-frau, der sich oft in der freien Natur aufhält oder in entlegenen Winkeln der Erde reist und sich dafür das nötige medizinische Wissen aneignen möchte, um mit Gesundheitsproblemen selber umgehen zu können.
Nächste Daten: 27. April 2013
 

Wildnismedizin beschäftigt sich mit den medizinischen Problemen, die sich beim Aufenthalt in der Natur ereignen können. Dazu gehören die unterschiedlichsten Fachrichtungen, wie z.B. Gebirgs-, Rettungs-, Reise- und Tropenmedizin, Katastrophenmedizin und viele andere. Das häufigste medizinische Problem bei Outdooraktivitäten - v.a. beim Sport draussen - sind Verletzungen. Um vorbereitet zu sein, benötigen wir Kenntnisse über das Reponieren von Luxationen (Gelenkverrenkungen), Schienen von Frakturen und die Versorgung von Wunden.

Die Expeditionsmedizin beschäftigt sich mit der Erhaltung der Gesundheit - sei es physische oder psychische - unter dem speziellen Stress und der Herausforderung einer Expedition. Da Expeditionen meist in Gebiete führen, die weit entfernt sind von Spitälern oder sogar von einem Allgemeinarzt, fällt die Verantwortlichkeit im Umgang mit medizinischen Problemen auf die Teilnehmer der Expedition. Risiken sollten schon im Voraus minimalisiert werden durch eine sorgfältige Analyse des geographischen Gebiets, in dem die Expedition durchgeführt wird: Terrain, Höhe, Klima, Gifttiere.
Alle Mitglieder der Expedition sollten einen Kurs in Erster Hilfe besucht haben. Dazu gehören das Freimachen der Atemwege, Kontrollieren von Blutverlust, Behandlung von Schock und Schmerz sowie Evakuation des Verletzten. Ein wichtiger Punkt der Vorbereitung ist die Auswahl der wichtigen Impfungen und anderer prophylaktischer Massnahmen. Das Zusammenstellen eines Medical Kits braucht viel Zeit, weil ein Kompromiss zwischen einer schweren Ausrüstung, die alle möglichen medizinischen Probleme behandeln kann, und einem kleinen, leichten Kit für die häufigsten Probleme zu machen ist.

Wir werden uns mit der Gebirgsmedizin und Tropenmedizin beschäftigen, als Beispiele zweier Umweltextreme. Das Gebirge birgt viele Gefahren für die Gesundheit. Die Höhenkrankheit kann sich bei nicht höhenakklimatisierten Bergsteigern und Trekkern schon auf Höhen über 2500 m entwickeln. In schweren Fällen der Höhenkrankheit entwickelt sich ein Höhenhirn- oder Lungenödem. Weitere Gefahren der Höhe sind Lawinenunfälle und Erfrierungen. Bei Reisen oder Expeditionen in den Tropen müssen im Vornherein wichtige Impfungen durchgeführt werden. Malaria ist eine der gefährlichsten Tropenkrankheiten, deren Prophylaxe (medikamentös, chemisch, physikalisch) und Notfallbehandlung besprochen werden. Bisse durch Tiere (giftig oder nicht) stellen bei Reisen in der Natur eine gewisse Gefahr dar. Unter Reisedurchfall leiden 20 - 50 % der Tropenreisenden.